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Sandra Jütte
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Mit funky stärkt FUNKE Nachrichtenkompetenz

"funky" ist das Medienprojekt der FUNKE Mediengruppe, das Lehrkräften von Grundschule bis Oberstufe bei der Vermittlung von Nachrichtenkompetenz unterstützt. Interessierte Jugendliche können in der funky-Redaktion mitarbeiten. Philipp Weichenrieder und Janna Kühne von raufeld erklären im Interview, was das Projekt ausmacht und wo es funky überall gibt.

12.3.2026 — Sandra Jütte

#UseTheNews: Was ist eure Aufgabe bei funky?

 

Philipp Weichenrieder: Ich bin Projektmanager für funky. Das heißt, ich bin Ansprechpartner für die Verlage, die funky anbieten, und für unser Team.

 

Janna Kühne: Ich leite die funky-Jugendredaktion der FUNKE Mediengruppe. Da stehe ich in engem Kontakt mit den medieninteressierten jungen Menschen und begleite sie bei der Artikelerstellung von der Idee bis zum fertigen Artikel in der Zeitung.

 

Was ist funky genau und seit wann gibt es das Projekt?

 

Philipp: funky ist ein Medienprojekt, das Tageszeitungen der FUNKE Mediengruppe für Schulen anbieten. Seit 2017 unterstützt es Lehrkräfte komplett kostenlos bei der Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht, crossmedial und fachverbindend.

 

In welchen Regionen und bei welchen Zeitungen gibt es das Medienprojekt? Und an welche Klassenstufen richtig es sich?

 

Philipp: funky gibt es in Nordrhein-Westfalen (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Neue Ruhr Zeitung, Neue Rhein Zeitung, Westfalenpost und Westfälische Rundschau), Hamburg (Hamburger Abendblatt), Niedersachsen (Braunschweiger Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Salzgitter Zeitung, Wolfenbütteler Zeitung, Peiner Nachrichten, Gifhorner Rundschau und Helmstedter Nachrichten), Berlin (mit der Berliner Morgenpost) und Thüringen (Thüringer Allgemeine). In NRW, Niedersachsen und Berlin richtet sich funky an die Klassenstufen drei bis zwölf, in Hamburg an die Klassenstufen sieben bis zwölf und in Thüringen an die Klassenstufen fünf bis zwölf.

Porträtbild von Philipp Weichenrieder und Janna Kühne von funky / raufeld
Philipp Weichenrieder und Janna Kühne vom funky-Team bei der Agentur raufeld.

Was bekommen Lehrkräfte für Materialien und wie lässt sich das Projekt niedrigschwellig in den Unterricht integrieren?

 

Philipp: Zum einen bekommen sie für den Zeitraum des Projekts einen kostenlosen Zugang zum E-Paper. Dazu kommt kompaktes und vielseitiges Unterrichtsmaterial zu Medienthemen wie Journalismus oder Nachrichten, zu Themen rund um Social Media, künstlicher Intelligenz, Fake News oder gesellschaftspolitischen Themen wie Klimawandel oder Populismus. Außerdem erhalten Lehrkräfte per E-Mail-Newsletter Arbeitsbögen mit digitalen Übungen zu aktueller Berichterstattung.

Das ganze Material ist so aufgebaut und aufbereitet, dass sie es direkt im Unterricht einsetzen können, mit fertigen Arbeitsanregungen für die Schüler:innen und bei größeren Themen mit kurzen Inputs zu den wichtigsten Informationen. Zu dieser theoretischen Auseinandersetzung mit Medien kommt die Möglichkeit für Schüler:innen, in der funky-Redaktion auch praktisch in den Journalismus reinzuschnuppern.

 

Gibt es in allen Regionen auch eine funky-Redaktion?

 

Janna: Überall, wo es funky als Medienprojekt für die Schulen gibt, haben wir auch junge Menschen vor Ort, die Teil der funky-Redaktion sind. Andersherum ist es aber kein Ausschlusskriterium, wenn jemand nicht in dem Verbreitungsgebiet der Tageszeitungen wohnt – in der funky-Redaktion sind alle willkommen, die Lust haben, sich an journalistischen Formaten auszuprobieren und erste Arbeitsproben zu sammeln.

 

Auf welchen Kanälen ist funky unterwegs und unter welchen Voraussetzungen können Interessierte mitmachen?

 

Janna: Die funky-Printseite erscheint einmal in der Woche in den Tageszeitungen der FUNKE Mediengruppe. Das Besondere an unserer Jugendredaktion ist, dass wirklich junge Menschen für andere junge Menschen schreiben. Darüber hinaus haben wir eine Internetseite, wo es täglich etwas Neues zu lesen gibt, und wir sind auch auf Instagram vertreten. Im funky-Podcast „Wie wir fühlen“ können auch erste Erfahrungen hinter dem Mikrofon gesammelt werden.

Generell können bei uns alle mitmachen, die Lust haben, sich auszuprobieren, und sich grob in unserer Zielgruppe zwischen 14 und 24 befinden.

Screenshot funky Jugendredaktion
Screenshot Website funky.de: Hier gibt es Themen von jungen Menschen für junge Menschen.

Wie sieht der Redaktionsalltag bei funky aus? Und wie lernen die Jungreporter:innen die journalistischen Grundlagen?

 

Janna: Wir haben eine Redaktionsgruppe, über die die Kommunikation und Themenvergabe geregelt wird. Einmal in der Woche poste ich Themenideen in diese Gruppe, und andersherum kommen die funky-Reporter:innen mit Themenideen auf mich zu. Entscheidet sich jemand für ein Thema, besprechen wir gemeinsam, wie sich das Thema am besten umsetzen lässt, ob es noch Fragen gibt – etwa, wenn zum ersten Mal ein Kommentar geschrieben wird und das Format noch unbekannt ist – und vereinbaren einen Termin, an dem der Artikel abgegeben wird.

Im Anschluss daran wird der Artikel von mir redigiert und mit Feedback und kleinen Änderungswünschen versehen und an den oder die Jugendreporter:in zurückgeschickt. Der fertige Artikel erscheint online und im Printformat. Darüber hinaus gibt es regemäßigen Input zu den journalistischen Formaten.

 

Hat man im Anschluss an die Arbeit bei funky auch die Chance auf ein Volontariat oder eine freie Mitarbeit bei einer Zeitung?

 

Janna: Viele Jugendreporter:innen haben schon einmal ein Praktikum bei uns gemacht, einige wurden für Werkstudierenden-Stellen übernommen oder haben auch ein Volontariat bei uns absolviert. Es hängt natürlich immer davon ab, inwieweit gerade freie Stellen oder Praktikumsplätze verfügbar sind.

   

Mehr Infos für Lehrkräfte zum funky-Projekt