Visual #UseTheNews-Whitepaper zum CCYA 2026
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CCYA: Neues Paper bündelt Erkenntnisse aus dem Praxislabor für Jugendliche und Journalismus

Nach einem Jahr erfolgreicher Praxisarbeit zieht das „Competence Center Young Audiences“ Bilanz: Ein neues Whitepaper bietet einen Überblick über die Pilotprojekte und fasst Erkenntnisse aus Workshops mit Schüler:innen zusammen. Zudem ist eine Expansion geplant.

25.2.2026

Das im Mai 2025 in Hamburg gestartete "Competence Center Young Audiences" (CCYA) verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen Jugendlichen und Redaktionen nachhaltig zu stärken, journalistische Pilotformate zu entwickeln und Unterrichtsmodule zur Förderung von Nachrichtenkompetenz zu erproben. Nach dem ersten Jahr Praxisarbeit fasst nun ein neues Whitepaper von #UseTheNews die Pilotprojekte, Erkenntnisse und Learnings zusammen.

Blick ins CCYA-Paper von #UseTheNews. Illustration: Eva Wünsch & Luisa Stömer
Blick ins neue Whitepaper von #UseTheNews. Illustration: Eva Wünsch & Luisa Stömer

Initiiert wurde das CCYA von #UseTheNews und Hamburgs Ausbildungssender TIDE, in enger Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, der Hamburg Media School (HMS) und dem Leibniz-Institut für Medienforschung (HBI). Die Hamburger Behörde für Kultur und Medien fördert das Projekt.

 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien in Hamburg: „Eine informierte Öffentlichkeit ist eine zentrale Grundlage unserer Demokratie. Das ‚Competence Center Young Audiences‘ geht der Frage nach, welchen Journalismus junge Menschen wollen und brauchen und entwickelt direkt umsetzbare Antworten. Das deutschlandweite Projekt am Mediencampus Finkenau bringt Jugendliche und Medienschaffende, Lehrkräfte und Forschende zusammen. So entstehen nicht nur Ideen, sondern klug entwickelte Produkte, die bei Jüngeren ankommen. Wir laden alle Medienhäuser in Deutschland ein, von diesem Praxislabor zu profitieren.“

 

Schnelle Entwicklung, direktes Feedback von junger Zielgruppe

 

Bereits im ersten Jahr haben zahlreiche Hamburger Medienpartner – darunter RTL Nord, das Hamburger Abendblatt, dpa und Radio Hamburg – Projekte im CCYA umgesetzt. Beim „Local Solutions Monitor“ wird etwa ein Kollaborationstool für den Austausch zwischen Leserinnen und Lesern und der Redaktion einer lokalen Tageszeitung entwickelt. Gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt wird derzeit an einem Prototyp mit Fokus auf jüngere Zielgruppen gearbeitet. Themen und Anliegen, die in Schulworkshops gesammelt wurden, fließen direkt in die Entwicklung ein.

 

Workshops im CCYA wurden im vergangenen Jahr zudem erfolgreich in die journalistische Aus- und Weiterbildung integriert: Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten, unter anderem von Lensing Media, entwickelten Formatideen für junge Zielgruppen und bekamen direktes Feedback von Schülerinnen und Schülern. Am Standort des CCYAs, dem Hamburger Mediencampus Finkenau, werden außerdem konkrete Unterrichtskonzepte wie ein „Selbstverteidigungskurs gegen Desinformation“ in Kooperation mit der Holistic Foundation erprobt.

Design-Sprint vom Local Solutions Monitor im CCYA. Foto: Astrid Csuraji
Design-Sprint beim "Local Solutions Monitor" im CCYA. Foto: Astrid Csuraji
Zwei Personen an einem Tisch arbeiten an einem Tisch an einem Prototypen. Foto: Astrid Csuraji
Dabei wurden verschiedene Prototypen entwickelt. Foto: Astrid Csuraji
Zwei Schülerinnen stehen vor einem Set von Klemmbausteinen. Foto: Wulf Rohwedder (im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit)
In Workshops bauten Schüler:innen mit Klemmbausteinen ihre Themenwünsche und Ideen nach. Foto: Wulf Rohwedder (im Rahmen der Hamburger Woche der Pressefreiheit)
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Projektleiter Fiete Stegers (HAW Hamburg) betont die besondere Arbeitsweise des Praxislabors: „Wir haben im ersten Jahr vor allem gelernt, Jugendlichen gut zuzuhören – und wie wir passende Anlässe dafür schaffen können. Zum Beispiel, in denen wir Jugendlichen die Gelegenheit geben, selbst ihre Ideen kreativ darzustellen, oder zusammen mit Journalistinnen und Journalisten gemeinsam ein Produkt zu entwickeln.“

 

Expansion nach Schleswig-Holstein geplant

 

Nach dem erfolgreichen Start in Hamburg soll das Modell nun in Norddeutschland ausgeweitet werden. Für 2026 ist zunächst eine Expansion nach Schleswig-Holstein geplant – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH). Ziel ist es, die in Hamburg entwickelten Strukturen und Methoden für die regionale Medienarbeit sowie für die schulische Bildung in Schleswig-Holstein nutzbar zu machen.

 

Geplant sind unter anderem Co-Creation-Projekte zwischen lokalen Redaktionen und Schulklassen sowie Workshops und Schulungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und journalistischen Nachwuchs. Gefördert wird die Ausweitung des CCYA nach Schleswig-Holstein von der Madsack Stiftung.

 

„Der Kampf um seriöse Information ist mit Sonntagsreden nicht zu gewinnen; er findet alltags statt. Auf vielen Wegen, auf allen Kanälen. #UseTheNews ist hier vorbildlich unterwegs und geht mit dem CCYA wieder einen mutigen Schritt voran. Die Madsack Stiftung steht dieser Arbeit sehr gern zur Seite“, sagt Hendrik Brandt, Geschäftsführer der Madsack Stiftung.

 

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