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Projekt ZUVERSICHT: #Reversed Politics ist das Gewinner-Team

Die Bühne gehört der Jugend, die Politik hört zu – #Reversed Politics dreht die klassische Podiumsdiskussion um. Dieses Konzept für mehr Selbstwirksamkeit und Zuversicht von jungen Menschen in Deutschland hat die Jury vom Projekt ZUVERSICHT beim Megathon-Finale in Köln überzeugt. Eine Umsetzung ist bereits in Planung.

29.4.2026

Mit ihrem Konzept, das die Ideen junger Menschen auf die Bühne bringt und die Politik im Publikum zuhört, hat das Team #Reversed Politics den ersten Platz beim Finale im Projekt ZUVERSICHT geholt. Austragungsort des Megathons am 23. & 24. April 2026 war das Marktforschungsunternehmen rheingold salon in Köln, das neben #UseThe News und dem gemeinnützigen Verein Initiative18 e.V. zu den Initiatoren des Projekts gehört. Insgesamt haben rund 40 namhafte Unternehmen, Verbände und Institutionen das Projekt seit dem Auftakt im Mai 2025 unterstützt.

 

Neun Teams im Megathon-Finale

 

Neun Finalisten-Teams hatten es in die letzte Runde geschafft. Sie gingen als die jeweiligen Top 3 der vorgelagerten Ideathons "Politik & Parteien", "Marken & Unternehmen" sowie "Journalismus & Medien" hervor.

 

Für diese kamen Ende 2025 mehr als 250 vornehmlich junge Teilnehmende aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Medien und Unternehmen im Rahmen der zweiten Phase des Projekts ZUVERSICHT zusammen, um folgenden Fragestellungen auf den Grund zu gehen: Wie stärken wir politische Partizipation und Vertrauen in Institutionen? Wie kann der Journalismus wieder mehr Selbstwirksamkeit bei den Menschen bewirken? Und wie können Unternehmen gesellschaftliche Teilhabe und Zuversicht fördern?

 

Unterstützt wurden die Teilnehmenden dabei von erfahrenen Coaches und Experten. Ideathons und Megathon fußten auf einer tiefenpsychologisch fundierten und repräsentativen Studie, die im Mai 2025 als Herzstück des Projekts veröffentlicht wurde. Diese hat wichtige Erkenntnisse zu den Gründen geliefert, warum in weiten Teilen der Bevölkerung so viel Zutrauen und Zuversicht verloren gegangen sind. (Projekt-Phase 1).

 

Umgekehrte Podiumsdiskussion für echte Mitsprache der Jugend

  

Entwickelt wurde das Konzept von #Reserved Politics von Ada Führling, Carl-Linus Deichert, Charlotte Jürgens und Hicham Rhannam. Ihr Ansatz: Schüler:innen sollen über Umfragen und Projekttage konkrete Ideen zur Verbesserung ihres Alltags in den Landkreisen konzipieren. Gemeinsam mit Politiker:innen analysieren sie anschließend, wie sich diese lokalen Projekte tatsächlich umsetzen lassen. Die erste Podiumsdiskussion, bei der die Bühne der Jugend gehört und Politiker:innen zuhören, wird vom Jury-Mitglied Christan Schoon (Prognos) moderiert werden. Er wird das Gewinnerteam als Coach weiterhin unterstützen. Tatkräftig unterstützt wurde das Team bereits im Vorfeld von Victoria Luh von der Hertie Stiftung, einem weiteren Partner des Projekts.

"Wir glauben, dass junge Menschen in politische Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen werden müssen."

Hicham Rhannam erörtert das Konzept wie folgt: "Wir glauben, dass junge Menschen in politische Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen werden müssen. Unsere Idee mit Reversed Politics ist es, klassische Beteiligungsformate umzudrehen: Jugendliche setzen selbst ihre Themen auf die Agenda und kommen direkt mit Politikschaffenden aus ihrem Landkreis ins Gespräch. Unser Ziel ist es, jungen Menschen echte Mitgestaltung zu ermöglichen und ihnen ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu vermitteln - gerade weil Studien zeigen, dass sich etwa die Hälfte der Jugendlichen von der Politik nicht ausreichend gehört fühlt. Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt bereits auf großes Interesse stößt und erste Landkreise es umsetzen möchten. Das zeigt uns, dass neue Wege der Beteiligung gebraucht werden - denn Zukunft beginnt jetzt."

Gewinner
Das Gewinner-Team von #Reversed Politics: Carl Deichert, Ada Führling, Hicham Rhannam (v.l.n.r.). Foto: Nils Jagdfeld

Projekt ZUVERSICHT wird zum Netzwerk weiterentwickelt

 

Der Abschluss des Megathons und die Kür des Gewinner-Teams markiert zugleich den Startpunkt für das Netzwerk ZUVERSICHT. Dafür haben sich die Initiatoren des Projekts bereits die Domain www.netzwerk-zuversicht.de gesichert.

 

Auf dieser digitalen Plattform werden die Konzepte der neun Finalisten-Teams präsentiert, zu deren Weiterentwicklung es ebenfalls regelmäße Updates geben wird - sei es auf der Plattform selbst oder über weitere Kommunikationskanäle der Initiatoren. Zudem sollen auch neue Ideen vorgestellt werden. Mit diesen Maßnahmen soll die Bewegung für mehr Zuversicht in Deutschland insgesamt auf das nächste Level gehoben werden.

 

Meinolf Ellers, Geschäftsführer UseTheNews: "Als wir vor einem Jahr die große Zuversichts-Studie vorgestellt haben, war uns eines besonders wichtig: Wir wollten als Initiatoren nicht nur die Krise und ihre Ursachen beschreiben, sondern vor allem Impulse für eine Gegenbewegung setzen. In den Ideathons, dem Kreativ-Wettbewerb und dem abschließenden Megathon sind viele konkrete Ideen und Konzepte entstanden, die das Potenzial für mehr Zuversicht und Selbstwirksamkeit haben. Dabei konnten wir viele engagierte Köpfe und Akteure verknüpfen. Hier wollen wir im nächsten Schritt mit dem Netzwerk Zuversicht ansetzen."

  

Kreativ-Wettbewerb wird in 2027 fortgeführt

 

Begleitend zu den Ideathons und dem Megathon hatten GWA und Weischer Anfang des Jahres auch einen Kreativ-Wettbewerb gestartet. Sie hatten junge Kreativtalente dazu aufgerufen, Kampagnen für das Projekt ZUVERSICHT zu entwickeln, die insbesondere junge Menschen für verlässliche Nachrichten begeistern sollen. Unter 65 Einreichungen gewann das Duo „AK & AG“ (Anna Kollmer und Anna Gerhards), das nun die Chance erhält, sein Konzept umzusetzen. Aufgrund des Erfolgs wird der Wettbewerb 2027 fortgesetzt.

 

Das waren die Mitglieder der Megathon-Jury:

Barbara Scherle (ProSiebenSat.1), Bernd Samland (Endmark), Christian Schoon (Prognos), Florian Weischer (Weischer Media), Hans-Heinrich Berghorn (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.), Jens Lönneker (rheingold salon), Lena Sellmann (Procter & Gamble), Meinolf Ellers (#UseThe News / dpa), Moritz von Stetten (Future Impacts), Timo Wakulat (congstar).

 

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